Der Erzähl-Abend – unsere Geschichte
Woher unsere fünf Marismeño-Stuten kommen — und wie sie zu uns fanden
Im Juli haben wir uns einen Abend lang Zeit genommen, um die ganze Geschichte zu erzählen: von der Doñana, vom Stutenaustrieb, vom Schlachthof — und davon, wie aus fünf Pferden ohne Zukunft ein gemeinsames Projekt wurde.
Wer nicht dabei sein konnte, findet hier die vollständige Aufzeichnung.
Ich war im Juni in Spanien, in der Region Almonte in Andalusien – und ich war selbst überrascht, wie sehr mit dieses Landschaft, die Menschen und natürlich die Pferde berührt haben.
Der Doñana-Nationalpark, diese Pinienwälder auf Sandboden, der ganze Unterwuchs aus Rosmarin, Thymian und vielen weiteren Kräutern, dieser Duft. Sand, Wasser und Himmel. Und mittendrin Pferde, die sich da ganz frei ohne Zäune bewegen können auf grossen Flächen.
An diesem Abend nehme ich dich mit an diesen Ort. Ich erzähle Dir, woher „unsere 5 Stuten“ kommen und wie sie bisher gelebt haben, und wie sie zu uns gefunden haben.
Manches davon ist nicht leicht – aber am Ende steht eine Entscheidung: Diesen Weg mit ihnen zu gehen und sie gut in die Menschenwelt einzuführen.
Nimm dir die Zeit, wenn du magst. Ich finde, es lohnt sich.
Der Weg dieser fünf Stuten in die Menschenwelt beginnt jetzt — und du kannst ihn von Anfang an miterleben. Im Begleitkreis bist du dabei, wenn aus fünf scheuen Stuten Schritt für Schritt Pferde werden, die dem Menschen vertrauen.
Rund 75 Minuten, mit Bildern und Videos aus Spanien und vielen Fragen der Teilnehmerinnen. Über die Kapitel unten kannst du direkt an die Stelle springen, die dich interessiert.
00:00 — Die Doñana
Was für ein Ort das ist: Pinienwälder, Sandböden, das Mündungsgebiet des Guadalquivir — und mittendrin die Pferde.
02:00 — El Rocío, die Pilgerfeste und die Pferde
Warum Pferde im Leben der Menschen dort so allgegenwärtig sind.
04:00 — Wie die Pferde zusammengetrieben werden
Und warum die Marismeños keine echten Wildpferde sind: frei lebend, aber an Menschen gewöhnt.
06:00 — Besitzer, Kontingente und die Auswahl
Wie entschieden wird, welche Pferde zurück in den Nationalpark dürfen — und welche nicht.
08:00 — Die Ranger, die Brandzeichen, das harte Jahr
Wie die Herden betreut werden. Und warum nicht gefüttert wird.
10:00 — Der September-Austrieb in Hinojos
Aus dieser Gruppe stammen unsere fünf.
18:00 — Hufe, Wildpferd-Romantik und die Wirklichkeit
Warum Moscadas Hufe ein Grund waren, dass Christina nach Spanien flog.
20:00 — Der Durchbruch
Drei Tage, bis die erste Hand akzeptiert wurde. Und eine Woche, die alles verändert hat.
22:00 — Die andere Seite: was mit den Pferden ohne Käufer geschieht
Der Weg zum Schlachthändler — und die Videos, die im September zu uns kamen.
28:00 — Der Schlachhändlerstall
Der Schlachthändler, der eigentlich Pferde liebt — und was das über die Lage dort erzählt.
30:00 — Wie jede der fünf zu uns kam
Soraya, Moscada, Lakota, Querida, Athena — fünf Entscheidungen, jede mit ihrer eigenen Geschichte.
42:00 — Warum die September-Gruppe im Vorteil ist
Drei Monate länger bei den Müttern — was das für ihr Wesen bedeutet.
46:00 — Die ersten Übungen in Spanien
Videos aus den Boxen: Annäherung, erstes Führen, die ersten Schritte hinaus.
56:00 — Fünf Charaktere
Soraya und ihre Urpferde-Vorsicht. Lakota, die nichts erschüttert. Querida, die Ranghöchste.
58:00 — Warum wir sie nicht einfach weitergeben
Was ein gutes Fundament bedeutet — und warum es uns wichtig ist.
60:00 — Der Begleitkreis
Wie aus dieser Entscheidung ein Projekt wurde, an dem du teilhaben kannst.
70:00 — Wie es weitergeht
Der Transport, die offenen Fragen und die nächsten Schritte.
WAS DU IN DIESEM VIDEO ERFÄHRST
- Wie die halbwilden Marismeños im Doñana-Nationalpark leben — und was die jährliche „Saca de las Yeguas“ für sie bedeutet
- Warum Pferde, die keinen Käufer finden, beim Schlachthändler landen
- Wie unsere fünf Stuten gefunden, ausgewählt und finanziert wurden
- Was die ersten Annäherungen gebraucht haben — und wie unterschiedlich lange es gedauert hat, bis die scheuen Jährlinge eine Hand erst akzeptiert und später gelernt haben, sie zu geniessen.
- Warum ein halbes Jahr Freiheit in der Herde ein Pferd fürs Leben prägt
- Wie unterschiedlich fünf Pferde derselben Herkunft sein können
Und wie es jetzt weitergeht
Am Ende meiner Spanienreise steht eine Entscheidung: Wir geben diese fünf Stuten nicht einfach weiter. Wir geben ihnen zuerst ein Fundament — Kommunikation, Sicherheit, die Erfahrung, dass man beim Menschen nachfragen kann, statt blind zu fliehen. Erst dann darf jede ihren passenden Menschen finden – ausser Querida, sie hat ihren Menschen bereits gefunden.
Dieser Weg beginnt jetzt. Und man kann ihn miterleben.
Im Begleitkreis bist du von der ersten Stunde an dabei: mit monatlichen Treffen, in denen wir zeigen, was wir gerade tun, mit einem Online-Bereich voller kommentierter Videos, und alle zwei Monate mit einem Live-Training direkt bei den Pferden — du stellst deine Fragen, wir arbeiten vor deinen Augen.
Es ist ein Anfang, den es so nur ein einziges Mal gibt.
Die fünf Stuten
Moscada — die Falbstute. Anhänglich, offen, voller Neugier. Der leichteste Zugang.
Soraya — die kleine dunkle „Hexenprinzessin“, die einmal ein Schimmel wird. Vorsichtig, wildpferdig, wunderbar.
Lakota — klein, quadratisch, unfassbar cool und clever. Komplett unerschrocken.
Querida — die Ranghöchste. Ein Bild von einem Pferd, gerade noch mit Menschennähe überfordert. Sie beginnt aber, grosses Interesse zu zeigen.
Athena — die „Zweigetupfte“. Busenfreundin von Lakota und Querida, mit ihrem ganz eigenen Kapitel. Ist eben doch eine Stute. Sehr zauberhaft, hat einen ganz besondere Ausstrahlung, fein und irgendwie begabt. Sonja sagt, sie sei beim Verladen im Schlachthändlerstall über eine grosse Betonheuraufe gesprungen. Aus dem Stand, scheinbar mühelos.
Ihre ausführlichen Geschichten erlebst du im Begleitkreis.