Begleitkreis – 5 Marismeño-Stuten
Wild geboren in Spanien — fünf Wege in die Menschenwelt
Fünf junge Stuten, geboren in Freiheit im Doñana-Nationalpark, beginnen ein neues Leben. Begleite sie sechs Monate lang auf ihrem Weg — vom ersten vorsichtigen Kontakt bis zu Pferden, die dem Menschen zu vertrauen beginnen.
Du kannst schon jetzt dabei sein: In der Vorlaufphase lernst du die Stuten und ihre Geschichte kennen. Die sechs Monate der Begleitung beginnen, sobald sie sicher bei uns angekommen sind — wir warten bewusst, bis es kühl genug für einen sicheren Transport ist. Voraussichtlich wird es September werden.
Fünf Pferde. Fünf Persönlichkeiten. Fünf Wege.
Und eine besondere Schule des Sehens.
Vielleicht fragst du dich: Was kann ich eigentlich für mein eigenes Pferd daraus mitnehmen, wenn ich fünf junge Stuten auf ihrem Weg in die Menschenwelt begleite?
Du kannst lernen, genauer hinzusehen.
Denn im Alltag mit unserem eigenen Pferd sind wir selten nur Beobachterinnen. Wir haben ein Ziel, stellen eine Frage, erwarten eine Reaktion. Und natürlich haben wir längst Erfahrungen miteinander. Wir wissen, was „immer“ passiert, haben Vermutungen darüber, warum unser Pferd etwas tut – und manchmal sehen wir deshalb vor allem das, womit wir ohnehin schon rechnen.
Bei den fünf Stuten kannst du zunächst etwas anderes tun:
beobachten.
- Was passiert, bevor eine Stute einen Schritt auf uns zukommt?
- Woran erkennen wir erste Unsicherheit – bevor daraus ein deutliches Nein wird?
- Was verändert sich in ihrem Ausdruck, wenn sie beginnt zu verstehen?
- Wann braucht sie Zeit, um eine Antwort zu finden?
- Und woran erkennen wir, dass unsere Führung gerade Orientierung gibt – oder dass wir besser noch einmal zuhören sollten?
Genau diese kleinen Momente interessieren uns im Begleitkreis.
Sehen lernen, bevor wir erklären
Ein Pferd bleibt stehen.
Sehr schnell haben wir eine Erklärung dafür: Es will nicht. Es ist unsicher. Es testet seine Grenzen. Es hat nicht verstanden. Es braucht mehr Führung.
Aber was haben wir tatsächlich gesehen?
Im Begleitkreis üben wir, Beobachtung und Interpretation wieder voneinander zu trennen.
- Was hat das Pferd unmittelbar vorher getan?
- Wohin ging seine Aufmerksamkeit?
- Was veränderte sich im Körper?
- Was geschah nach unserer Anfrage?
- Und welche Hinweise bekommen wir dadurch darauf, was gerade zwischen Pferd und Mensch passiert?
Das ist Blickschulung.
Nicht, damit du irgendwann jedes Ohrzucken deines Pferdes analysierst. Sondern damit du immer besser unterscheiden kannst:
Was sehe ich wirklich – und welche Geschichte erzähle ich mir darüber?
Fünf Stuten machen Unterschiede sichtbar
Moscada, Soraya, Querida, Lakota und Athena bringen fünf unterschiedliche Persönlichkeiten und fünf unterschiedliche Erfahrungen mit.
Dadurch können wir beobachten, wie verschieden Vertrauen, Verständnis und Kooperation aussehen können.
Eine Reaktion bekommt erst Bedeutung und Information durch den Zusammenhang, in dem sie entsteht. Genau diesen Zusammenhang wollen wir gemeinsam sehen lernen.
Und mit der Zeit verändert sich dadurch auch der Blick auf dein eigenes Pferd.
Vielleicht erkennst du früher, wann es unsicher wird.
Vielleicht bemerkst du, wann es noch nach einer Antwort sucht und einfach einen Moment mehr Zeit braucht.
Vielleicht kannst du besser unterscheiden, ob gerade Verständnis, Sicherheit oder Orientierung fehlt.
Oder du entdeckst etwas, das du bisher ganz anders eingeordnet hast.
In unseren monatlichen Treffen schauen wir deshalb gemeinsam auf aktuelle Videos der fünf, besprechen, was wir beobachten und warum wir daraus bestimmte nächste Schritte ableiten. Und du kannst deine Fragen und Beobachtungen zu deinem eigenen Pferd mitbringen.
Du begleitest also nicht nur die Entwicklung von fünf jungen Pferden.
Du schulst deinen Blick für das Pferd, das jeden Tag vor dir steht.
Ein Lernraum, den es so nur jetzt geben kann
Die ersten Schritte der fünf in unsere Menschenwelt lassen sich nicht wiederholen.
Wenn sie bei uns ankommen, beginnt ein einmaliger Abschnitt: Ankommen, erste Annäherungen, Berührungen, Halfter und Führen, neue Situationen – und nach und nach immer mehr Erfahrungen mit uns Menschen.
Was heute noch neu ist, wird irgendwann selbstverständlich sein.
Genau deshalb ist der Begleitkreis ein Lernraum auf Zeit: Wir können Entwicklung beobachten, während sie geschieht.
→ Ich möchte mit den fünf sehen lernen
Du möchtest diese Fragen auch mit deinem eigenen Pferd vertiefen?
Im Begleitkreis kannst du beobachten, wie Kommunikation, Vertrauen und Führung bei fünf jungen Pferden von Grund auf entstehen.
In unserem Online-Kurs Zwischen Führung & Freiheit geht es einen Schritt weiter: Dort arbeitest du über sechs Monate mit deinem eigenen Pferd daran, eine Balance zwischen Klarheit und Mitspracherecht, Orientierung und Eigeninitiative, Führung und Freiheit zu finden.
Unsere neue Runde mit „Zwischen Führung und Freiheit“ verbindet beides.
Wenn du Zwischen Führung & Freiheit in der kommenden Runde buchst, ist dein Zugang zum Begleitkreis für die gesamten sechs Monate bereits enthalten.
So kannst du parallel erleben, was sich bei den fünf Stuten entwickelt – und die Fragen, die daraus entstehen, in die Arbeit mit deinem eigenen Pferd mitnehmen.
Die Geschichte
Es begann mit einem Video an einem ganz normalen Abend.
Vor fast einem Jahr tauchte im Stallchat ein winziges Fohlen auf — kaum drei Monate alt, aus Andalusien, schwer geschwächt. Meine Tochter Lia sah es, nahm ihren Verdienst aus dem Kinderlager und rettete ihm in letzter Minute das Leben. Sie nannte es Dancing Dream.
Das war der Anfang. Nicht geplant, nicht strategisch — einfach ein Moment und eine Entscheidung.
Daraus ist etwas Größeres gewachsen. Wir haben uns für fünf Stuten entschieden, die in der Doñana geboren wurden — frei, in der Herde, an der Seite ihrer Mütter. Die dann das Pech hatten, beim großen Volksfest keine Käufer zu finden. Und so zum Schlachter kamen.
Etwa ein halbes Jahr hatten sie in Freiheit gelebt. Diese Basis merkt man ihnen an, trotz allem.
Herausgeholt haben wir sie gemeinsam — allein hätte ich das nie geschafft. Und jetzt möchten wir ihnen die Chance auf ein echtes Leben geben: ein solides Fundament in der Menschenwelt, nicht bloß ein Überleben.
Was du bekommst
🐴 Monatliches Fragen- & Bericht-Meeting (online) — ich erzähle, wie es den Stuten geht, zeige aktuelle Videos und beantworte deine Fragen. Und du darfst auch Fragen zu deinem eigenen Pferd mitbringen — was du bei den Stuten siehst, lässt sich oft direkt auf deinen Alltag übertragen.
🐴 Alle zwei Monate ein Live-Online-Training mit den Stuten — du bist direkt dabei, wenn wir mit den Pferden arbeiten.
🐴 Deine Community (über Mentortools) — mit einem eigenen Bereich für jede der fünf Stuten, in dem du ihre Entwicklung mitverfolgst.
🐴 Aufzeichnungen aller Meetings — du verpasst nichts, auch wenn du einmal nicht live dabei sein kannst.
Du brauchst kein Pferdewissen und kein eigenes Pferd. Neugier und ein offenes Herz genügen — und wenn du ein eigenes Pferd hast, ist es herzlich willkommen mit seinen Fragen.
Dein Beitrag
Der Richtwert für die sechsmonatige Begleitung liegt bei 180 € — das sind 30 € im Monat.
Mir ist wichtig, dass die Teilnahme nicht am Geld scheitert. Gleichzeitig kosten die Versorgung und die Ausbildung der fünf jungen Stuten Zeit, Fachwissen und laufende Ausgaben — Heu und Einstreu, Hufpflege, Tierarzt, Transport, tägliche Versorgung. Deshalb halte ich es so:
Wenn du mehr geben möchtest, unterstützt du das Projekt zusätzlich — darüber freue ich mich von Herzen.
Wenn der Richtwert für dich gerade nicht möglich ist, wähle einen Beitrag, der für dich stimmt.
Wichtig ist mir, dass Menschen dabei sein können, die diese fünf wirklich begleiten möchten.
Du kannst deinen Beitrag einmalig für die sechs Monate leisten oder monatlich — ganz wie es dir passt.
Kein Kurs mit fertigen Antworten
Der Begleitkreis ist kein Kurs, bei dem wir dir heute schon sagen können, was in Lektion drei passieren wird.
Denn unsere fünf wichtigsten Mitwirkenden haben da ein Wörtchen mitzureden.
Wir wissen nicht, welche der Stuten nach ihrer Ankunft als Erste Kontakt suchen wird. Wer uns überrascht. Wo wir schneller vorankommen als gedacht – und wo wir unsere Pläne wieder ändern müssen.
Und genau darin liegt der besondere Wert dieses Begleitkreises.
Du erlebst Ausbildung nicht als fertiges Ergebnis, sondern während sie entsteht.
Du siehst die erste Annäherung und die erste Berührung. Das erste Halfter, die ersten Schritte am Strick und später die ersten Begegnungen mit all den Dingen, die zu unserer Menschenwelt gehören.
Aber wir zeigen dir nicht nur, was wir tun.
Wir nehmen dich mit in die Überlegungen dahinter:
Warum gehen wir an dieser Stelle einen Schritt weiter?
Warum warten wir an einer anderen?
Was hat uns das Pferd gezeigt, das zu dieser Entscheidung geführt hat?
Was hatten wir vielleicht zunächst anders eingeschätzt?
Und was machen wir, wenn etwas nicht so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben?
Auch Umwege und Fehler dürfen sichtbar sein. Denn gerade an ihnen lässt sich oft besonders viel darüber lernen, wie Pferde wahrnehmen, verstehen und auf uns antworten.
Du siehst Entwicklung, während sie geschieht
Über sechs Monate entsteht so kein Lehrbuch und keine Schritt-für-Schritt-Methode.
Es entsteht etwas Lebendigeres:
fünf echte Entwicklungswege, die wir gemeinsam beobachten, besprechen und verstehen lernen.
In den monatlichen Treffen schauen wir auf das, was seit dem letzten Mal passiert ist. Bei den Live-Trainings kannst du unmittelbar miterleben, wie wir mit den Stuten arbeiten. Und in der Community bleibst du auch zwischen den Treffen an ihrer Entwicklung dran.
So kannst du nicht nur einzelne Trainingsmomente sehen, sondern etwas, das im Alltag oft viel schwerer zu erkennen ist:
wie kleine Entscheidungen über Wochen und Monate Vertrauen, Verständnis und Zusammenarbeit entstehen lassen.
Die fünf Stuten
Moscada — die Falbstute. Anhänglich, offen, voller Neugier. Der leichteste Zugang.
Soraya — die kleine dunkle „Hexenprinzessin“, die einmal ein Schimmel wird. Vorsichtig, wildpferdig, wunderbar.
Lakota — klein, quadratisch, unfassbar cool und clever. Komplett unerschrocken.
Querida — die Ranghöchste. Ein Bild von einem Pferd, gerade noch mit Menschennähe überfordert. Sie beginnt aber, grosses Interesse zu zeigen.
Athena — die „Zweigetupfte“. Busenfreundin von Lakota und Querida, mit ihrem ganz eigenen Kapitel. Ist eben doch eine Stute. Sehr zauberhaft, hat einen ganz besondere Ausstrahlung, fein und irgendwie begabt. Sonja sagt, sie sei beim Verladen im Schlachthändlerstall über eine grosse Betonheuraufe gesprungen. Aus dem Stand, scheinbar mühelos.
Ihre ausführlichen Geschichten erlebst du im Begleitkreis.